Starterdepot - Schwacher Monat - Starke Chance

Das Starterdepot

Schwacher Monat, starke Chance

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Seit Mitte 2019 besparen wir im Starterdepot monatlich 20 Qualitätsaktien mit jeweils 25 Euro. Unser Ziel ist der langfristige Vermögensaufbau mit Qualitätsaktien, die ihre Dividende dynamisch erhöhen. Insgesamt haben wir bereits 16.500 Euro investiert. Die Kursgewinne liegen bei rund 1.900 Euro, wozu noch einmal Dividenden in Höhe von 425 Euro kommen. Die durchschnittliche Dividendenrendite unseres Depots bezogen auf unseren Einstandspreis liegt bei 2,1 Prozent. Würden wir alle Aktien zum heutigen Kurs kaufen, müssten wir etwas mehr bezahlen, so dass die Dividendenrendite in diesem Fall bei „nur“ 1,9 Prozent liegen würde. Durchschnittlich steigt die Dividende der Aktien im Starterdepot um knapp 8 Prozent.

Das liest sich bis dahin gut. Allerdings ist der letzte Monat Februar schlecht gelaufen. Von 20 Aktien waren 16 teils deutlich im Minus. Mehrere Aktien haben innerhalb eines Monats 10 Prozent oder mehr an Wert verloren, wobei Fresenius mit über 13 Prozent im Minus am schlechtesten lief.

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich unsere 20 Aktien im Monat April geschlagen haben. Die Performance-Krone trägt diesmal Amazon, während Texas Instruments das Schlusslicht bildet. Die Spalte "FX" zeigt, wie hoch die Wechselkursverluste für unsere US-Aktien ausfielen. Schön, dass wir für den Monat dennoch im Plus gelandet sind.

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Einzelne Positionen im Starterdepot

Und hier die Übersicht über die Performance des Starterdepots im Februar auf den Euro-Cent genau. Anstatt für 500 Euro haben wir im letzten Monat die freien Mittel genutzt, um bei den gesunkenen Kursen noch eine Extra-Sparplanrunde zu drehen, so dass wir insgesamt 1.000 Euro investierten:

Performance Übersicht des Starterdepots

Beschreibung Wert Prozent
Marktwert zum Monatsanfang
Realisierter Kursgewinn/-verlust
Unrealisierter Kursgewinn/-verlust
... davon währungsbedingt
Dividenden
Optionsprämien
Cashflow gesamt
Buchverlust durch Ausübung
Marktwert zum Monatsende
... davon bedingt durch (Ver)Käufe

Kursverluste als Chance

Nun haben im Februar nicht nur die Aktien des Starterdepots in Summe 5 Prozent an Wert verloren. Auch der Breite MSCI World büßte im Februar 5,3 Prozent ein. Der Giftcocktail aus anstehender Zinserhöhung, teils noch immer überbewerteten Aktien im Tech-Sektor und dem Ukraine-Krieg fordert seinen Tribut.

Auch der iShares MSCI World ETF hat im Februar deutlich verloren

Auch der iShares MSCI World ETF hat im Februar deutlich verloren

In Zeiten wie diesen zeigt sich, ob du „lediglich Aktien kaufst“ oder ob du tatsächlich in Unternehmen investierst. Wenn du nur die Aktie kaufst, ohne das Unternehmen dahinter zu sehen, orientierst du dich notgedrungen am Aktienkurs. Fällt der Kurs, fällt auch deine Stimmung. Wenn du jedoch in das Unternehmen investierst und an den langfristigen Erfolg dieses Unternehmens glaubst, verkraftest du zwischenzeitliche Kursverluste sehr viel leichter. Dazu zählt auch eine mögliche Underperformance, die sich im Extremfall über Jahre ziehen kann. Dies ist beispielsweise bei Fresenius der Fall, über deren Aktie die wir hier in unserer Facebook-Community diskutieren.

Darüber hinaus kann eine temporäre Underperformance auch eine Chance sein, was sich ebenfalls am Beispiel von Fresenius zeigen lässt. So deuten alle Berechnungen des fairen Werts auf eine eindeutige Unterbewertung der Fresenius Aktie hin.

Die Fresenius Aktie ist gemessen an der historischen Bewertung deutlich unterbewertet

Die Fresenius Aktie ist gemessen an der historischen Bewertung deutlich unterbewertet

Die Unterbewertung bleibt auch dann erhalten, falls du in der Dynamischen Aktienbewertung die Multiples (KGV, etc.) nach unten korrigierst, um dem abflachenden Gewinnwachstum der letzten Jahre Rechnung zu tragen.

Selbt bei niedrigerer Bewertung als in der Vergangenheit verspricht die Fresenius Aktie noch eine überdurchschnittlich hohe Rendite

Selbst bei niedrigerer Bewertung als in der Vergangenheit verspricht die Fresenius Aktie noch eine überdurchschnittlich hohe Rendite

Die folgenden Kuchengrafiken zeigen, in welche Aktien wir investieren und wie wir das Starterdepot nach Branchen und Regionen diversifiziert haben, um das Risiko möglichst optimal zu streuen. Die niedrige Schwankungsanfälligkeit zeigt, dass uns das bis dato vorzüglich gelungen ist.

Das Starterdepot nach Branchen und Regionen

Fazit: Schwacher Monat, starke Chance

Niemand performt absichtlich schwach, um in Zukunft besser zu performen. Doch falls bei einer Qualitätsaktie der Aktienkurs deutlich unter dem fairen Wert liegt, ist die Chance auf außerordentlich hohe Kursgewinne hoch, sobald der Markt den fairen Wert der Aktie erkennt. Deshalb besparen wir auch die schwächer performenden Aktien weiter und senken so unseren Einstiegskurs. Selbstverständlich kann es in Zukunft auch sein, dass wir uns von der ein oder anderen Aktie trennen, falls sich die Gewinnaussichten dauerhaft verdüstern. Einzelereignisse wie insbesondere Corona bei Fresenius oder eine Klagewelle wie bei 3M sind aus meiner Sicht kein Grund, sich von einer Aktie zu trennen.

Den schnellen Weg zum Reichtum verspricht das Starterdepot nicht. Als Inspiration für den langfristigen Vermögensaufbau und ein passives Einkommen mit Dividenden ist es jedoch gut geeignet. Hunderte von Qualitätsaktien für deinen eigenen Vermögensaufbau findest du im Aktienfinder. Den Aktienfinder kostenlos im Wert von 50€ bekommst du im Starterpaket.

Das Starterpaket mit kostenloser Aktienfinder Vollmitgliedschaft im Wert von 50 Euro

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